Die Werkstatt mit Flüchtlingen für Flüchtlinge zur Erhöhung ihrer Mobilität ist vom Kaßberg auf den Sonnenberg gezogen. Am 9. November wurde sie in der Martinstraße 30, direkt neben dem KiWi, eröffnet.Geleitet wird die Werkstatt von Lukas, der dort im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes arbeitet, und von Horst, Pate einer syrischen Familie und zuständig für alles Organisatorische.

Sabine, Designerin, hat den Flyer, die Plakate und Piktogramme gestaltet und ist für die Werbung zuständig.

Zur feierlichen Eröffnung waren die Mitarbeiter der Werkstatt, Flüchtlinge, einige Anwohner, aber auch Runa Richter, Koordinatorin von „Save-me-Patinnen“, Christiane Sedner vom Sozialamt, zuständig für Integration und Flüchtlinge, und Stephan vom Repair Café, Paul-Arnold-Straße 5, gekommen. Stephan ist dort für die Fahrradreparaturen zuständig und sucht den Kontakt zwecks Kooperation.

In der offiziellen Begrüßung betonte Horst, dass im Vorfeld die Bewohner des Hauses und der Nachbarhäuser zum Teil persönlich darüber informiert wurden, was sich in ihrer Umgebung Neues tut. Gleichzeitig wurden sie zur Eröffnung eingeladen. Einige sind gekommen.

Mit der Eröffnung der Werkstatt auf dem Sonnenberg verbindet sich auch die Hoffnung, die Vielfalt, Toleranz der Einwohner sowie die Integration der Flüchtlinge im Stadtteil zu fördern.

Und nicht zuletzt ist die Werkstatteröffnung in diesem Rahmen ein Dankeschön und Anerkennung für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die zum Teil syrische Flüchtlinge sind.

Nachdem Lukas ebenfalls die Gäste und Mitarbeiter begrüßt hatte, dankte Runa Richter auch im Namen des Flüchtlingsrates allen, die sich dafür einsetzen, dass dieses Projekt weitergeführt wird.

Wie wichtig dieses Projekt ist, sagen die Zahlen von bisher ca. 150 vermittelten Fahrrädern an Flüchtlinge, ca. 100 in Arbeit befindliche Fahrräder und die Warteliste von ca. 300 zukünftigen Radfahrern.

Nach dem offiziellen Teil gab es noch viele leckere Speisen, zubereitet von den syrischen Mitarbeitern und natürlich auch interessante Gespräche.

Wie das ganze Projekt funktioniert, ist dem beigefügten Flyer zu entnehmen. Er ist ein Aufruf an alle, nicht mehr benötigte Fahrräder und Zubehör zur Verfügung zu stellen. Hingewiesen sei auch noch, dass die Werkstatt in der Martinstraße 30 immer mittwochs von 14 – 17 Uhr geöffnet ist.

01-flyer

Eckart Roßberg