Chemnitz wurde jetzt als eine von 40 Kommunen bundesweit für eine Projektidee zur Förderung von Stadtnatur und Insekten im Siedlungsraum gewürdigt. Auch der Saatgutgarten ist beteiligt.
Die Stadt erhält 25.000 Euro für die Umsetzung des Zukunftsprojekts „Chemnitz blüht auf!“. Das Gemeinschaftsprojekt von Umweltzentrum, Stadtplanungsamt, Grünflächenamt, Umweltamt, der Initiative „Chemnitz grünt“, dem Museum für Naturkunde und dem Saatgutgarten ist für die kommenden zwei Jahre angelegt. Dabei werden Hilfestellungen für eine erfolgreiche Entwicklung von insektenfreundlichen Blühflächen unter Verwendung von einheimischen Saatgut zusammen erarbeitet und veröffentlicht. Zielgruppen sind ehrenamtliche Initiativen, Schulen, städtische Einrichtungen und Wohnungsbauunternehmen bzw. -genossenschaften.

Bereits für die Kulturhauptstadtbewerbung wurde der Wunsch nach mehr Stadtgrün geäußert. Gemeinsam mit den Chemnitzer*innen wurde begonnen, großflächig Blumensamen auszusäen. Ziel war es, gemeinsam mit dem Grünflächenamt der Stadt, der GGG und den sechs Wohnungsgenossenschaften auf 10.000 Quadratmeter in verschiedenen Stadtteilen bunte Blumenwiesen zu schaffen. Die Erfahrungen der „Kulturhauptstadt-Blühwiesen” werden in die Projektidee der Blühflächen und die Umsetzung einfließen.

Eine Preisverleihung im herkömmlichen Sinne war in diesem Jahr leider nicht möglich, so dass die ausgezeichneten Kommunen ihre Urkunden virtuell überreicht bekamen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze überbrachte ein Grußwort an die ausgezeichneten Kommunen, die Laudatio hielt Robert Spreter vom Bündnis “Kommunen für biologische Vielfalt”.

Was genau geplant ist und was andere Kommunen machen, steht auf der Wettbewerbswebsite „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ https://www.wettbewerb-naturstadt.de/zukunftsprojekte/chemnitz.html