Jetzt ist es schon wieder ein Vierteljahr her, dass die erste digitale Stadtteilkonferenz stattfand. Hier an dieser Stelle soll nun ein kurzer Rückblick folgen.

Am 30.03.2021 fand zum ersten Male eine digitale Stadtteilkonferenz Sonnenberg per Videokonferenz über das Medium Big Blue Button statt.

Bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung wurde das Stadtteilmanagement Sonnenberg durch die beiden Stadtaktiven Octavio Gulde, der das Stadtteilmanagement bereits in den ersten beiden Monaten dieses Jahres vertreten hat und Rebecca Dathe, die die Sonnenberg Website ab Juli diesen Jahres betreuen wird,  unterstützt. Dies war wichtig, weil neue digitale Formate der Bürgerbeteiligung immer einen größeren Aufwand bedeuten und die Technik immer auch beherrscht sein muss.

So hatten sich zu diesem Experiment anfangs etwa 40 Leute direkt oder über Telefon eingewählt, weitere 20 Menschen hatten sich den Live-Stream bei Tolga Cercis You-Tube-Kanal “Sonnenberg zu Fuß” angeschaut. Am Anfang wurden die virtuellen Gäste vom Moderationsteam begrüßt und in die technischen Gegebenheiten der Stadtteilkonferenz eingeführt. Danach konnten sich verschiedenen Projekte des Stadtteils in Form von Präsentationen und Videos.

Nach einer allgemeinen Einführung von mir zum Fördergebiet Sonnenberg schloss sich Frau Stillger, Abteilungsleiterin für Stadterneuerung beim Stadtplanungsamt, mit einer ausführlichen Präsentation über das Großprojekt Kreativhof “Stadtwirtschaft” an.

Danach konnten die TeilnehmerInnen der Konferenz das sehr unterhaltsame und informative Video des Saatgutgartens sehen, der sich am Fuße des Sonnenberges in den Bunten Gärten befindet. Dem folgte wieder ein Video über das neue Projekt des KarLeiLa- der Chemnitzer Leihladen, der sich im Kellergeschoss des Bürgerzentrums befindet und der zur Kulturhauptstraße 2.0 eröffnet wurde. Da vor allem die Präsentationen länger als gedacht waren, ging es nahtlos über zu den Projekten des ASA FF wie der Gründungsgarage und dem “Offenen Prozess”, die von Dr. Frauke Wetzel präsentiert wurden.

Im Anschluss durfte ich sehr kurz über das Projekt Sauberer Sonnenberg referieren, das sich dem Müllthema in Zusammenarbeit mit der Initiative der Hauseigentümer besonders widmet und vorheriges Jahr mit den Subbotniks schon einige Erfolge aufweisen konnte.

Die vorletzte Präsentation wurde von Franziska Degen, unserer Koordinatorin der Bürgerplattform Nord-Ost gehalten. Sie gab einen Einblick zum Lessingplatz, der im Zuge des Kulturhauptstadtprozesses mit den BürgerInnen des Stadtteiles umgestaltet werden soll.

Den ersten Teil rundete Alexander Kirste, Abteilungsleiter der Verkehrsplanung, mit einer Präsentation zu den Prozessen der Mobilität auf dem Sonnenberg ab. So war nach über einer Stunde der erste Teil ohne Pause über die Bühne gegangen und die Köpfe der TeilnehmerInnen rauchten bereits nach solch einer breiten Informationsflut über unseren diversen Stadtteil. Jeder Videokonferenz-Neuling merkte schnell, ein solches Format ist sehr interessant, aber schlaucht dementsprechend sehr.

Nach einer kurzen Pause erfolgte die Einweisung unseres den Überblick wahrenden Moderationsteams in den zweiten Teil, der in 4 Break-Out-Rooms (virtuelle Gruppenräume) mündete. Sie konnten sich für einen der “Thementische” entscheiden, je von einem Stadtteilrat, einer Stadtteilrätin moderiert und von ExpertInnen bereichert wurden.  Der Raum 1, der von Paul Vogel moderiert wurde, beschäftigte sich mit den öffentlichen Plätzen. Hier diskutierten die DiskussionsteilnehmerInnen über den Zustand des Lessingplatzes, den Stand des Karrees 72, Blumenwiesen an der Sonnenstraße und Baumscheiben entlang der Zietenstraße, die von BürgerInnen gepflegt werden könnten. Eine Umfrage zum Lessingplatz wird noch im Sommer dieses Jahres erfolgen.

Der zweite Thementisch zum Thema Integration und Inklusion wurde von der Stadtteilrätin und Stadtteilpilotin Dajana Strunz moderiert. Hier ging es um die Lage von vor allem ESF-Projekten in diesen schwierigen Coronazeiten und um die Frage, wie solche Orte der Begegnung weiterbestehen können. Ein Forum zum Thema soll im Herbst dieses Jahres umgesetzt werden.

Der dritte Thementisch beschäftigte sich mit dem “Dauerbrenner” Müll und Hundekot auf dem Sonnenberg und wurde von der Stadtteilrätin Rosa Bonnofsky moderiert. Es wurde heiß über Müllkarten, künstlerischen Müllaktionen, Paten für Hundekotstationen und stärkeren Kontrolldruck bei Hundebesitzern debattiert.

Am letzten von Björn Adelberg moderierten Thementische ging es um die Mobilität auf dem Sonnenberg. Hier kreisten die Gedanken um die Schwerpunkte Radfahren, Carsharing, Einbahnstraßen und E-Mobilität. Im September soll es hierzu ein Forum geben.

Am Ende der Stadtteilkonferenz konnten noch die Termine in ein virtuelles Pad eingetragen. Nach fast 2 ½ h war die erste virtuelle Stadtteilkonferenz Sonnenberg vorbei. Es war spannend, es war informativ, es war anstrengend und eine gute Erfahrung und es ist noch nicht gewiss, ob sie in solchem Format einmalig war. Danke nochmal an alle, die sich zugeschaltet und zum Erfolg beigetragen haben. Danke auch nochmal an Tolga Cerci, der die Konferenz über seinen You-Tube- Kanal “Sonnenberg zu Fuß” übertragen und für die Nachwelt konserviert hat. 

Unter folgendem Link kann die gesamte Stadtteilkonferenz geschaut werden